Kosten / Verfahren für Prüfung von Bremsbelägen zur Erlangung der ABE

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    • Kosten / Verfahren für Prüfung von Bremsbelägen zur Erlangung der ABE

      Hallo zusammen,

      kennt jemand zufällig das Verfahren der Prüfung von Bremsbelägen? Hintergrund meiner Frage:

      Da es Ceramic Bremsbeläge von ATE für die Scirocco Bremse (256x20mm) zumindest an der Vorderachse nicht gibt, habe ich den ATE Katalog stundenlang gewälzt und bin (fast) fündig geworden:

      die Beläge mit der Kennung 13.0470-2837.2 entsprechen nahezu den Scirocco Belägen, sind an den Enden insgesamt 1 mm zu hoch und hintere Kannte 2 mm zu lang.
      Außerdem ist jeder Belage 3,6 mm zu dick.

      Nun interessiert mich das Zulassungsverfahren: muß jeder Belag einzeln an jedem Fahrzeugtyp geprüft werden oder genügt die Prüfung am schwersten und schnellsten Fahrzeug?
      Wie sieht es mit Nachträgen aus?

      Denn der Passat B5 für den die Bremsbeläge hergestellt und zertifiziert vertrieben werden, ist sowohl schwerer als auch schneller als die Scirocco 2 16V.
      Rein sachlogisch mußte es doch dann eine reine Formsache sein, die Beläge herzustellen und mit ABE zu verkaufen?

      Oder habe ich einen / mehrere Denkfehler?

      Besten Dank


      Gruß



      Tobias
      Schadstoffarm durch Katalysator
      ... mit geregeltem Wurm Katalysator
    • Neu

      die prüfung und zulassung von bremsbelägen, scheiben, trommeln als ersatzteil beschreibet die ECE-R90.
      darin geht es um verschiedene umfangreiche prüfungen an den teilen selbst. überwiegend werden die bremsenteile auf einem schwungmassenprüfstand verschiedenen belastungen unterzogen, nach vogegebenen abläufen.

      diese kennzeichnungen E1-90R 012345 (beispiel) hast du bestimmt schon auf zubehör bremsbelägen gesehen.

      eine solche prüfung kostet, nach auskunft des dekra-dtc, einen hohen vierstelligen betrag. das ist aber noch nocht alles, da kommen weitere kosten dazu. letzendlich erteilt eine behörde eines mitgliedsstates (in D das KBA) die Genehmigung, was ebenfalls mit hohen gebühren verbunden ist.

      ich nehme an, die hersteller wie ATE die erforderlichen prüfungen im hause selbst durchführen.

      es ist halt die frage ob ein hersteller genügend absatz/nachfrage für die oben gesuchten beläge sieht, also ob eine herstellung mit zulassung überhaupt lohnt.
      wie du weißt geht heute alles nur nach profit.

      was ist denn mit diesen 13.0460-2957.2

      oder muss es unbedingt ceramic sein?

      oder andere hersteller?

      gruß matthias
    • Neu

      Jetta GLi schrieb:

      Hallo zusammen,

      kennt jemand zufällig das Verfahren der Prüfung von Bremsbelägen? Hintergrund meiner Frage:

      Da es Ceramic Bremsbeläge von ATE für die Scirocco Bremse (256x20mm) zumindest an der Vorderachse nicht gibt, habe ich den ATE Katalog stundenlang gewälzt und bin (fast) fündig geworden:

      die Beläge mit der Kennung 13.0470-2837.2 entsprechen nahezu den Scirocco Belägen, sind an den Enden insgesamt 1 mm zu hoch und hintere Kannte 2 mm zu lang.
      Außerdem ist jeder Belage 3,6 mm zu dick.

      Nun interessiert mich das Zulassungsverfahren: muß jeder Belag einzeln an jedem Fahrzeugtyp geprüft werden oder genügt die Prüfung am schwersten und schnellsten Fahrzeug?
      Wie sieht es mit Nachträgen aus?

      Denn der Passat B5 für den die Bremsbeläge hergestellt und zertifiziert vertrieben werden, ist sowohl schwerer als auch schneller als die Scirocco 2 16V.
      Rein sachlogisch mußte es doch dann eine reine Formsache sein, die Beläge herzustellen und mit ABE zu verkaufen?

      Oder habe ich einen / mehrere Denkfehler?

      Besten Dank


      Gruß



      Tobias

      Hallo Tobias,

      gibt es da nicht genug Alternativen, die unsere Golf 1 & Co vernünftig „runterbremsen“ können?

      Hier im Forum laufen ein Menge Turbos mit reichlich Dampf, die auch zum stehen kommen. Mit TÜV.

      Diese „Zulassungsnummer“ hört sich eher teuer und mit Hausmitteln kaum realisierbar an.

      VG
      Klaus
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      Wenn die 256mm Bremse ein fixer Bestandteil des Umbaus ist, dann können ihm da auch keine Turbofahrer helfen.

      Hast du denn ggf mal bei Golf2 oder Golf3 geschaut?

      Ich weiß ja nicht, inwieweit du recherchiert hast und auch nicht wo.
      Ich habe festgestellt, dass viele onlineanbieter sich keine Mühen mehr machen alles in jedem Fzg zu pflegen.

      Zum Beispiel bei unserem 9n3 Polo den Manchettensatz mit Messingbuchse für die hinteren Sättel.
      Das passende Material habe ich nun vom Golf3.

      Grüße
    • Neu

      Ich habs schon in dem anderen Tread erwähnt:

      ebc-shop.de/shop/?gclid=Cj0KCQ…jMVholKHWg-UaApLKEALw_wcB (Edit Auswahlö übernimmt er wohl nicht: 0600/703 einfügen)

      Egal ob Black oder Green, sind "stauboptimiert", also das gleiche wie die Ceramic. Die Ceramic bilden auch nur etwas weniger Bremsstaub und dieser ist gräulich daß er nicht so schnell auffällt. Fahre selbst dei Green (256mm Bremse) und bin sehr zufrieden.

      Scirocco 2 GT2 16V Umbau

      Aktuell: Projekt 2017 Megasquirt geht weiter :thumbsup:
    • Neu

      wenn du ate dazu überreden kannst die teile für den scirocco zu prüfen ist dir finanziell geholfen.
      Eine e nummer oder ein teilegutachten für ein ersatzteil zu bekommen dass du selbst auf den markt bringen willst setzt vorraus dass dein betrieb zertifiziert ist.
      Diese zertifizierung kostet ein vermögen und bei der rechnung was du bei 100% gewinn pro belag satz erwirtschaften kannst müsstest nach meiner rechnung müsstest ca. 650 sätze für den break even point verkaufen um wirtschaftlich zu bleiben.
      Vorrausgesetzt deine betriebsstätte ist nicht an die vorschriften anzupassen.
      wenn es räder hat kann ich es fahren/wenn es haare hat kann ich es reiten!
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      Hallo zusammen,

      vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Ja, ich gebe es zu, ich möchte unbedingt ATE Ceramic Bremsbeläge für den Scirocco 2 16V haben.
      Die jetzt vorliegende Alternative sind ATE Cermic Bremsbeläge vom Audi A4 / Passat B5 mit 280er Bremse vorne.

      Kann die auch ohne Probleme mit den Epytec Golf Bremssattelhaltern für den G60 verbauen, nur hätte ich die 256er Bremse vorne zu gerne
      damit verbaut.

      Ich hatte diesbzgl. auch schon vor ca. 6 Monaten Dr. Degenhardt (ex Conti Chef) eine Nachricht geschrieben mit den noch am Markt verfügbaren
      Fahrzeugen, die diese Bremse verbaut haben. Auch für den 911er meiner besseren Hälfte hatte ich nachgefragt. Kein Interesse auf Seiten ATE.
      Man war auch nicht bereit mir mal mitzuteilen, in welchem Kostenrahmen sich die ganzen Zertifizierung aufhält, insbesondere was davon hätte
      alles im Hause ATE laufen können.

      Letztlich ist es wahrscheinlich der Tatsache geschuldet, daß weder ich noch jemand aus meinem Bekanntenkreis dort jemanden kennt, der was
      zu sagen hat und sich drum kümmern könnte.

      Aber wenn es in Firmen Leute gibt, die den chefs vorrechnen, daß es "profitabler" ist einen Auftrag abzulehnen als durchzuführen...
      Was waren das doch für tollen Zeiten als Deutschland noch ein Land voller Tüftler war und Firmenchefs sich als Fabrikanten ansprechen ließen....


      Trotzdem an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank für die Aufkärung.

      Gruß


      Tobias
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      Das liegt einfach am zu erwartenden Gewinn.

      -Was meinst du denn wieviel "Mehrgewinn" so ein Ceramic Belag im Gegensatz zu einem herkömmlichen Belag dem Hersteller bleibt?
      -Wieviele der Fahrzeuge werden noch im Alltag bewegt und brauchen regelmäßig neue Beläge?
      -Dazu kommen die Prüfungen des Belages, Produktion, Verwaltung, Lagerkosten...

      Das rechnet sich einfach nicht. Warum gibts wohl keine neuen Y-Bleche obwohl regelmäßig danach geschrien wird? Weil keiner seine Kohle riskiert und am Ende (ich meine es waren) 300 Sätze Bleche liegen hat die er verkaufen muß um nur einen Cent Gewinn zu machen.

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      ich kann aus aktueller situation als geschäftsinhaber nur dringend davon abraten etwas in verkehr zu bringen was nicht 100% wasserdicht ist.
      Wenns mein privatfahrzeug betrifft wären die passat 3b bremsbeläge längst über eine flächenschleifmaschine gelaufen und die teilenummer mit bremsenpaste überzogen.
      Kein schwein schaut beim tüv nach einer nummer oder zeichen an den belägen. :)
      wenn es räder hat kann ich es fahren/wenn es haare hat kann ich es reiten!
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      Das Problem ist ja nicht nur, daß die Passat Beläge pro Seite 3mm zu dick sind, sondern auch die Aufnahmen seitlich anders sind.

      Hatte diesbzgl. auch schon bei Epytec nachgefragt, ob die neuen 256er Halter auch verändert werden können. Das wurde aber leider abgelehnt.
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      Schadstoffarm durch Katalysator
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      Ist alles nicht viel und bestimmt machbar. Aber wenn du eh mit dem Gedanken spielst die 280mm zu fahren, laß die eintragen und fahr Sorgenfrei mit den Ceramicbelägen.
      Es ist bestimmt äußerst unwahrscheinlich, aber falls sich nach dem nacharbeiten der Halterungen der Belag ablöst und es kommt zum Unfall, dann wird nachgeforscht.

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      Richtig, die Nacharbeiten sind überschaubar, aber rechtlich nicht zulässig, da alle Komponenten bauartgeprüft sind.

      Wie gesagt, für ATE wäre das alles überschaubar, sicherlich auch für die 239er VW2 Bremse, aber anscheinend ist man
      dort anders unterwegs (Mode-/Schaumschlägerwörter Industrie 4.0 und Transformation).

      Nochmals herzlichen Dank an alle, die hier bisher die Informationen zusammengetragen haben. Ich denke auch für
      andere technische Vorhaben kann auf diesen Leitfaden zurückgegriffen werden.

      Gruß


      Tobias
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